Eigene Mühe -|- Kurzandacht (Daily-Message Archiv, 04. Jun 2006) - von Jörg Bauer

Daily-Message
Die tägliche Kurzandacht

Archiv - Andacht Nr. 1350

für den 04 Jun 2006

Eigene Mühe

''Der Segen des HERRN allein macht reich, und nichts tut eigene Mühe hinzu''

Sprüche 10,22 *©*
 

Sich um etwas oder jemanden aufrichtig zu bemühen ist nichts Verkehrtes. Das ist damit nicht gemeint wenn es heißt, daß "eigene Mühe" vor Gott zu nichts führt. Was also ist wirklich damit gemeint? Für uns als Christen stellt sich generell die Frage, was wir vor Gott tun sollen, und wie wir es tun sollen? Die Feststellung, daß der HERR es den Seinen im Schlaf gibt (Psalm 127,1-2) bedeutet sicherlich nicht, daß wir unser Leben verschlafen sollen - im Gegenteil, wir sollen die Zeit auskaufen (Epheser 5,16). Dazu müssen wir wach sein! Es entspricht der göttlichen Natur alles in großer Macht und im Überfluß zu haben. Was nun den Glauben betrifft, so haben wir dadurch Zugang zu allen Segnungen und Verheissungen und nichts wird uns vorenthalten, was uns in unserem Glaubensleben hilft (segnet), bewahrt und voranbringt (2. Petrus 1,3-4). Wäre das nicht so, würden wir ein überaus beschwerliches Leben mit viel vergeblicher Mühe führen. Wir würden blind in der Dunkelheit umher tappen und wären geistlich arm und elend ((2. Petrus 1,9). Im Grunde wären wir dann ein Spielball des Bösen. Eigene Mühe kann also in dem, was Gott uns schenken will, zu nichts nützlich sein. Wir sind nicht die Geschäftspartner Gottes sondern gläubige Menschen die allein durch Bitten und Danksagung im Glauben ein sorgloses Leben führen sollen (Philipper 4,6).

Unsere Sorgen dürfen wir auf IHN werfen, denn ER sorgt für uns und kümmert sich um unsere Probleme. Wir sollen nüchtern und wach sein und uns nicht zu blindem Aktionismus verführen lassen durch eigenes, dem Glauben übergeordnetes Mühen. Stattdessen werden wir aufgefordert fest zu stehen - worin? Feststehen in aller Mühe? Nein, im Glauben! (1. Petrus 5,7-9). Was beinhaltet dieser Glaube? Wodurch wird er lebendig? Durch Tugend (Anstand), Erkenntnis, Mäßigkeit, Geduld, Frömmigkeit, brüderliche Liebe und Liebe zu allen Menschen (2. Petrus 1,5-7). Es sind Früchte des Geistes um die wir uns auch bemühen sollen (1. Korinther 14,1). Aber wir sollen uns nicht um die Mühe bemühen sondern um den Geist Gottes. Und das geht nur mittels des Glaubens. Damit schließt sich der Kreis. Was wir nun tun sollen ist, unsere Sorgfaltspflicht wahrnehmen - darum geht es (Epheser 5,15). Fragen wir uns selbst, ob wir sorgsam sind mit dem Glauben der uns geschenkt wurde? Also dem "Schatz in irdenen Gefäßen" (2. Korinther 4,7). Kümmern wir uns mehr um das irdische Gefäß oder mehr um den Schatz? Es macht Sinn daß es sich so verhält. Eben weil wir schwach sind im Fleisch, und so die "überschwengliche Kraft" des Glaubens erkennen müssen. Eigene Mühe tut darum nichts hinzu, weil es bedeutet, daß wir uns auf uns selbst verlassen würden (bewusst oder unbewusst). Aber: Den Seinen gibt's der HERR im Schlaf! ;-)

Jörg Bauer


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