Freude im Leid -|- Kurzandacht (Daily-Message Archiv, 25. Jun 2006) - von Jörg Bauer

Daily-Message
Die tägliche Kurzandacht

Archiv - Andacht Nr. 1371

für den 25 Jun 2006

Freude im Leid

„Leide mit als ein guter Streiter Christi Jesu.“

2. Timotheus 2,3 *©*
 

Ein Christ, dem es scheinbar immer gut zu gehen scheint ist nach dieser Aussage ein schlechter Streiter Christi. Man könnte sogar noch weiter gehen und behaupten, das ein leidensscheuer Christ eher schlecht als recht Jesus nachfolgt. Das Kreuz, welches wir auf uns nehmen sollen zeichnet uns als Nachfolger Jesu aus (Matthäus 10,38). Sich selbst zu verleugnen bedeutet nicht, sich kindlich-naiv und tollkühn in Gefahr zu bringen und seinen Verstand dabei auszuschalten. Das Kreuz sind wir auch selbst. Das Wort "Selbstverleugnung" drückt etwas aus, was uns Menschen nicht unbedingt gefällt: Von sich selbst wegsehen, von seinen eigenen Bedürfnissen und seinen eigenen Wünschen, das liegt nicht in unserer Natur. Dazu braucht es eine neue Geburt (Johannes 3,3). Wenn wir das erfahren durften, ist Leid für uns auch nicht gleich Leid. Durch Anfechtungen leiden wir oder es wird dadurch ausgelöst. Anfechtungen können gefährlich sein und wir sollten nicht fahrlässig damit umgehen. Aber sie sind auch Glaubensprüfungen und Reifeprozesse denen wir uns stellen sollten. Jakobus ermutigte die Gläubigen die in der Zerstreuung lebten, es als einen Grund zur Freude anzunehmen wenn sie in Schwierigkeiten und Nöten stecken (Jakobus 1,2).

Warum? Es gibt für Gott gute Gründe warum Menschen die von neuem geboren wurden (also Christen) auf Erden ihren Lauf vollenden müssen. Jeder geht da einen eigenen Weg der unterschiedlich lang und intensiv ist und eben auch so manche Lasten mit sich bringen kann. Es heißt in der Bibel in Bezug auf „Anfechtungen“ meist nur „mancherlei“ oder eine „kleine Zeit“ (1. Petrus 1,6) was bedeutet, wir stehen hier nicht unter Dauerbeschuss. Wer könnte das auch dauerhaft aushalten und verkraften? Sicherlich leiden nicht alle gleich und gleich schwer (gleich leicht) aber Gott steht immer dahinter und weiß, was er jedem wie und wann zumuten kann und auch was nicht. Selbst wenn es uns nicht immer einleuchtet: Es dient uns alles zum Besten (Römer 8,28) bzw. es wird uns alles zum Besten mitwirken. Gott ist geduldig und die Geduld wird ihr Werk bis zum Ende tun. Dieses Ende wird bei uns zur Vollkommenheit, Unversehrtheit und zur Mangellosigkeit führen (Jakobus 1,4). Das ist der beste Grund zur Freude im Leid. Nur so können wir alles ertragen und annnehmen. Die Traurigkeit dieser Welt ist definitiv traurig weil sie keine Hoffnung beinhaltet und in sich tot ist. Im Gegensatz dazu ist unser Leid sehr lebendig in doppelter Hinsicht. Jesus lebt und er lebt mit uns. Das macht uns (was auch immer passiert) zu dankbaren und erfahrenen Christen. Das führt zu nichts anderem, als zur ewigen Seligkeit (2. Korinther 6,10). :-)

Jörg Bauer


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