Wer bin ich? -|- Kurzandacht (Daily-Message Archiv, 22. Nov 2008) - von Armida Günther

Daily-Message
Die tägliche Kurzandacht

Archiv - Andacht Nr. 2252

für den 22 Nov 2008

Wer bin ich?

Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten. Und als sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist? Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sagte. Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.

Luk. 2,46-51 *©*
 

Erkennst Du, das Selbstbewußtsein, Jesu im obigen Text?
Ich bin darüber gestolpert vor Jahren in meiner Stillen Zeit und seit dem bewegt dieser Text mich immer wieder. Wie sehen mich denn die Nachbarn? Freunde? Arbeitskollegen? Vorgesetzte? aber noch viel wichtiger finde ich die Frage wie sehe ich mich denn selbst? weiß ich wer ich bin und wer ich vor Gott bin?
Vor einiger Zeit, verabschiedeten wir in unserer Gemeinde meine Jungscharmitarbeiterin. Tage lang zerbrach ich mir den Kopf, wie wir als Jungschargruppe einen kleinen aber guten Betrag leisten könnten, damit sie auch wirklich verabschiedet wird und nicht einfach den letzten Gottesdienst absitzt (!)...kurz vor knapp, 1 1/2 Tage zuvor, rief ich "meine" Kids an und bat sie sich Gedanken zu machen und jeweils eine Frage zu stellen, was sie schon immer von ihr mal wissen wollten und eine Gabe unserer Mitarbeiterin mit zu geben - die Kinder waren voll dabei und ich freute mich riesig darüber, dass sie so freudig mitmachten und auch den Mut hatten, das Überlegte dann auch im Gottesdienst vor allen Leuten zu sagen...
und ich erinnerte mich eben wieder dieses Textes: wie selbstbewußt doch Jesus in dieser Runde der Erwachsenen saß und lehrte - als 12 jähriger - nicht als Erwachsener selbst! und die Erwachsenen staunten über sein Wissen und seine Auslegung!
Mir kommt der Gedanke, ob wir denn wirklich wissen WER wir sind?
In meinem Leben gab es einige Querelen und Umstände, die mich vergessen ließen, wer ich eigentlich bin! aber Gott geht es nicht um meine Umstände: ihm geht es ganz allein um mich - um mein Innerstes - und das wächst zu IHM hin in einem Bewußtsein, dass ich nicht alles richtig mache, nicht immer das richtige sage und schon gar nicht immer das richtige denke! aber ich bin auf dem Weg zu entdecken, wie Gott mich gemeint hat - geschaffen hat er mich (und Dich) wunderbar - aber es gibt noch einiges an mir (und vielleicht auch an Dir) zu feilen, dass ich ganz ich bin und Du ganz Du. Zu Gottes Ehre will ich leben, preisen und danken will ich ihn, dass Er mich gewollt hat und ich bin!

Ich wünsche Dir, dass Du entdecken kannst wer Du bist und Dich vor niemandem versteckst, weil jeder in der Lebensschule Gottes ist, sobald er/sie eine Entscheidung für Jesus getroffen hat. Auch überheblich brauch ich nicht zu werden, denn es gibt immer schönere, inteligentere, geduldigere...Menschen als mich: aber ich brauch mich nicht unter den Scheffel stellen. Im Gegenteil: ich sage und zeige, dass ich -ich bin durch mein Verhalten, Worte und auch meine Taten.
Ich bin ich, in dem ich auch meinen Glauben lebe und auch bekenne, wenn ich denn gefragt werde. Nicht jedem muss ich mein Christsein um die Ohren pfeffern, aber wenn ich gefragt werde, mache ich das sehr gerne. Was ich tue, dass ich gefragt werde? mich immer wieder auf Gottes Wort ausstrecken und in IHM stark werden!
Mir ist es ein großes Bestreben zu sein, wie Gott mich gedacht hat und dass andere auch sehen: die führt ihr Leben mit Gott und wer es eben nicht erkennt, der fragt und dann kann ich selbstbewußt sagen: ich lebe mein Leben im Glauben auf Gott mit Jesus, damit ich selbst ich sein kann.
Solltest Du Dich selbst noch nicht entdeckt haben oder durch Umstände unsicher sein: streck Dich neu auf Gott aus und geh Deinen Weg im Wissen, dass ER Dich führt - auch wenn Du nicht weißt, wohin Gott Dich führt - wichtig ist, dass er Dich führt und das musst Du selbst zulassen!
Einen reich gesegneten Tag voller Entdeckungen wünscht Dir,

Armida Günther


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