Wohin auch das Auge blicket -|- Kurzandacht (Daily-Message Archiv, 03. Jul 2009) - von Rainer Gigerich

Daily-Message
Die tägliche Kurzandacht

Archiv - Andacht Nr. 2475

für den 03 Jul 2009

Wohin auch das Auge blicket

Das Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!

Mt 6,22-23 *©*
 

Hast du strahlende Augen? Wenn ich in den Spiegel schaue, denke ich meist, dass meine Augen doch ein wenig mehr strahlen könnten. Jesus sagt, dass die Augen das Licht des Leibes sind. Lange habe ich hierüber nachgedacht. Wie hell strahlen meine Augen. Es dauerte einige Zeit, bis mir auffiel, dass da ja steht, dass sie das Licht des Leibes sind.

Es geht hier nicht darum, mit den Augen in die Welt zu strahlen und sie zu erleuchten - sie sind das Licht des Leibes. Sie sollen nach innen, in mich selbst hinein strahlen. Mein eigener Leib soll durch sie erleuchtet und erhellt werden. Die Augen stehen hier sinnbildlich für sämtliche Wahrnehmungen, die ich mache. Was nehme ich auf, was lasse ich an mich heran? Wohin wende ich meinen Blick und meine Gefühle?

Ich kann mir sämtliche weltlichen Begierden mit meinen Wahrnehmungen erfüllen oder ich kann mich dahin wenden, wohin Gott mich haben möchte. Was dringt durch meine Augen in mich hinein, was berührt meine Seele? Das, was in mich hinein dringt, scheint auch wieder aus mir heraus. Wende ich meine Augen dem Finsteren und Bösen zu, wird auch mein ganzer Leib finster und böse werden.

Jesus will das Licht auf meinem Wege sein. Wenn ich dieses Licht durch mein Auge eindringen lasse, wird auch mein inneres licht und hell. Wenn ich ihn in mein Herz lasse, kann auch ich von seiner Liebe weiter geben, statt nur an meine eigenen Bedürfnisse zu denken.

Wenn man schaut, welche Reize diese Welt uns vorgaukelt, was uns als schön und erstrebenswert vorgestellt wird, so ist es oft nicht einfach, den Blick hiervon abzuwenden. Ich muss hierbei oft an das Bild mit dem Engelchen und dem Teufelchen auf unseren Schultern denken. Das Teufelchen will uns einreden, dass wir doch genießen sollen, dass wir uns nehmen sollen, wonach unser Herz begehrt. Alle weltlichen Genüsse will es uns zeigen, die dann aber doch in sein Reich führen. Das Engelchen auf der anderen Schulter flüstert uns ins Ohr: Pass auf, was du tust, denke nach, was für dich gut ist. Nicht alles, was deine Sinne befriedigt, führt dich auf dem richtigen Weg zu deinem Ziel. Denn dein Ziel heißt Ewigkeit.

Welches Licht scheint in deine Augen? Das Licht der Welt, hinter dem sich doch die große Finsternis verbirgt oder das Licht Gottes, das dich ins ewige Licht leiten will?

Ich wünsche euch noch einen gesegneten Tag, an dem ihr bewußt eure Augen auf das Licht des Herrn richtet.

Rainer Gigerich


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