Zuflucht trotz Vergänglichkeit -|- Kurzandacht (Daily-Message Archiv, 04. Feb 2010) - von Jörg Bauer

Daily-Message
Die tägliche Kurzandacht

Archiv - Andacht Nr. 2691

für den 04 Feb 2010

Zuflucht trotz Vergänglichkeit

''Herr, du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Der du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder!''

Psalm 90, 2-3 *©*
 

Man könnte fragen: Was ist das für ein Gott, der die Menschen sterben lässt? Aber ebenso könnte man fragen: Was ist das für ein Mensch, der seine Sünden leugnet und nicht an Gott glaubt? Unsere Vergänglichkeit ist sozusagen "ein Wink mit dem Zaunpfahl" wie wir in Psalm 90,12 lesen können: "Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden". Manche Menschen leben so eindimensional, daß sie erst merken, daß sie schon immer tot waren, wenn sie (von Gott leiblich auferweckt) vor seinem Richterthron stehen werden. In Hebräer 9, 27-28 schreibt der Autor: "Und wie den Menschen bestimmt ist, "einmal" zu sterben, danach aber das Gericht: so ist auch Christus "einmal" geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil". Jesus ist gekommen, um das Verlorene zu suchen und selig zu machen (Lukas 19,10). Dieser Glaube beinhaltet zum einen zu begreifen, daß man tatsächlich verloren ist und zum anderen, daß allein Jesus Christus uns zum Heil werden kann und auch will. Mit dem Wort "Heil" ist gemeint, daß man "ganz, gesund, unversehrt" wird. Wer sich seelisch danach ausstreckt, der wird seinen Heiland auch finden (Jeremia 29, 13-14: "Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen..."). Aber nicht wir haben es in der Hand uns Gott zu nähern, wenn uns danach zumute ist, sondern es ist stets ein Akt der Gnade. Der natürliche Mensch fragt nicht nach Gott (Römer 3,11). Auch das müssen wir einsehen und verstehen, denn es macht den Glauben noch wertvoller. Wir haben es bitter nötig erlöst zu werden, mehr als wir es, selbst als Christen, begreifen und verstehen können. Gott muss Sünde bestrafen - es wäre zutiefst ungerecht, wenn es nicht so wäre.

Hätte Gott seinen geliebten Sohn geopfert, wenn es zu unserer Rettung und Erlösung eine Alternative gegeben hätte? Paulus schreibt in Römer 4, 6-10: "Denn Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach waren, für uns Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen wagt er vielleicht sein Leben. Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Um wie viel mehr werden wir nun durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind! Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind". Das Heil ist sicher. Ebenso wie das Blut Jesu uns aus Gnade selig und gerecht gemacht hat vor Gott, genauso werden wir auch aus derselben Gnade heraus unser neues Leben leben und ans Ziel kommen (der Seelen Seligkeit - 1. Petrus 1,9). Die Vergebung der Sünden hat einen bewahrenden Charakter - nämlich die Bewahrung vor dem gerechten Zorn Gottes. Gott schützt uns vor sich selbst durch sich selbst, indem er sich mit sich selbst versöhnt durch Jesus Christus. Lesen wir das in Epheser 2, 14-17: "Denn er ist unser Friede, der aus beiden "eines" gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache und die beiden versöhne mit Gott in "einem" Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst". Diesem ewigen Gott dürfen wir vertrauen - ER hat alles gut gemacht! Amen!

Jörg Bauer


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